Bewegung für Generationen

ADTV, das ist der Allgemeine Deutsche Tanzlehrerverband eV, die größte Vereinigung ihrer Art weltweit mit über 2.600 Mitgliedern und rund 800 ADTV-Tanzschulen. Die ADTV-Tanzlehrerinnen und -Tanzlehrer "unterrichten" pro Jahr rund zwei Millionen Menschen jeden Alters. Die Freude am Tanzen beginnt bei den 3-Jährigen in der tänzerischen Früherziehung, im Kindertanzen und den Tanzprojekten wie z.B. Street- und Breakdance bis hin zum Hip Hop. 

Beim Tanzen "zu zweit" sind die Tänze des Welttanzprogramms besonders beliebt. Nach dem Grund- und Aufbaukurs geht es weiter in den Medaillenkursen von Bronze bis Gold-Star. Zusätzlich gibt es Spezialkurse. Zur Vielfalt des Angebotes gehören beispielsweise: Hochzeitskurse, Disco-Fox, Salsa/Mambo, West Coast Swing, Tango Argentino, Rock 'n' Roll und vieles mehr.

Die ADTV- Tanzschulen haben es sich zur Aufgabe gemacht, das große Spektrum vom Kindertanzen bis zum Tanzen für den über 80-jährigen “Walzerkönig“ oder den Rollator-Tanzenden abzudecken.

ADTV-Tanzschulen zeichnen sich durch ihre ausgebildeten Fachkräfte aus. Das Ziel, die Freude am Tanzen zu wecken, wird durch fachgerechtes Lehren und Lernen erreicht. Die Tanzlehrerakademie (TLA) ist die weltweit einmalige Aus- und Weiterbildungseinrichtung des ADTV. ADTV-Tanzlehrer/-in ist ein Ausbildungsberuf mit einer dreijährigen dualen Lehrzeit und jährlichen Prüfungen. Beim jährlichen internationalen Tanzlehrerkongress INTAKO werden Erfahrungen ausgetauscht und neue Trends diskutiert.

Der Name und das Logo ADTV sind ein geschütztes Qualitäts-Gütesiegel für Tanzen.

Welttanzprogramm - WTP

Das Welttanzprogramm wurde 1961 auf Initiative des Hamburger Tanzlehrers Gerd Hädrich und des englischen Tanzlehrers Alex Moore ins Leben gerufen und 1963 in London festgelegt. 2012 erfolgte unter Federführung des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes eine umfangreiche Reformierung. Insbesondere den ADTV-Tanzschulen, die sich eher dem entspannten, authentischen Gesellschaftstanz verschrieben haben, dient das neue Welttanzprogramm als Grundlage für die Auswahl der Kursinhalte für Neueinsteiger.

Unterrichtsziele des Welttanzprogramms

  • Die gespielte Musikrichtung soll erkannt werden und ein dazu passender Tanz gewählt werden können.
  • Es soll die Sicherheit erlangt werden, sich im jeweiligen Takt und Rhythmus bewegen zu können.
  • Es soll ein Stil erlernt werden, der natürlich und elegant wirkt und der zu jedem gesellschaftlichen Anlass passt.
  • Die Grundschritte sollen weltweit gleich sein.
  • Jeder Herr soll die Führung und jede Dame die Annahme der Führung lernen, um die Figuren in der Praxis anwenden zu können. Diese Prinzipien bilden die Grundlage für die Auswahl der Bewegungen und Figuren des Welttanzprogramms.
  • Haltung, Schrittgröße und Variationen von Figuren sollen an die Gegebenheiten der Praxis angepasst werden können, um die Behinderung anderer Paare zu vermeiden.
  • Technik (Fußarbeit, Heben und Senken etc.) sowie die Haltung sollen eine natürliche und elegante Bewegung ermöglichen und nicht übertrieben werden.

Tänze

Der Grundkurs soll die Musikstile des Kern-Welttanzprogramms (Walzer, Disco und Swing) enthalten. Diese Musikstile werden gegenwärtig weltweit überall dort gespielt, wo Gesellschaftstanz stattfindet. Dann ergänzen Tänze aus den erweiterten Musikstilen (Latino und Tango) das Programm, denn diese Stile treten weltweit eher regional auf.

Walzer-Musik

  • Langsamer Walzer
  • Wiener Walzer

 

Disco-Musik

  • Disco-Samba
  • Discofox

 

Swing-Musik

  • Blues
  • Karree-Rumba
  • Foxtrott
  • Boogie-Woogie
  • Jive

 

Latino-Musik

  • Rumba
  • Cha-Cha-Cha
  • Salsa
  • Samba
  • Merengue


Tango-Musik

  • Tango
  • Tango Argentino

Seit mehr als 80 Jahren ein starker Berufsverband

Tanzen lernt man in Deutschland in der Tanzschule. Das war vor 50 Jahren so, das ist heute so und es wird auch noch in der Zukunft so sein. 

Bereits 1922 wird der Allgemeiner Deutscher Tanzlehrerverband ADTV gegründet, um die besten Tanzlehrer Deutschlands in einer starken Organisation zusammen zu fassen.

In den 1930er Jahren ist Tanzen nicht das reine Vergnügen. Swing darf nur heimlich unterrichtet werden. Rumba wird 1931 als "undeutsch und entartet" verboten. Erst nach Kriegsende entsteht wieder so etwas wie eine "deutsche Tanzszene". Der Boogie Woogie ist symbolisch für das Lebensgefühl einer neuen hoffnungsvollen Generation. 

Im Mai 1950 konstituiert sich der ADTV aus den verschiedenen Nachkriegs-Tanzlehrerverbänden neu. Der 1. Vorsitzende Erich Beuß ist während seiner 14 Amtsjahre wesentlich an der Gründung des internationalen Tanzverbandes beteiligt.

Das 1961 auf Initiative von Gerd Hädrich vom Weltfachverband der nationalen Tanzlehrerverbände (World Dance Council) ins Leben gerufene Welttanzprogramm beinhaltet die Tänze und Tanzformen, die zu den weltweit gespielten Musikrichtungen passen. Heute sind dies Disco, Swing, Walzer, Tango und Latin. 

1979 gibt es die erste Aktualisierung: Der Beat wird durch den Disco-Fox ersetzt. 

1980 kommt ein zwölfter Tanz hinzu: der Rock`n Roll. Heute umfasst das WTP über 20 Tänze. Neben den oben genannten sind dies zusätzlich Merengue, Mambo/Salsa und Marschfox. 

Seit 1968 hält der Verband einmal im Jahr einen international besetzten Kongress ab, bei dem die neusten Trends ausgetauscht und Tanzlehrer aus ganz Deutschland in Workshops weitergebildet werden. Bis heute ist der INTAKO (Internationaler Tanzlehrerkongress) die größte Veranstaltung ihrer Art weltweit, die jeweils in der Woche vor Ostern stattfindet.

weiterführende Links:  Tanzen und Gesundheit   -   www.tanzen.de   -   www.adtv.de